Gebrauchtwagen

posted am: 6 Dezember 2017

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Nicht jeder kann sich einen Neuwagen leisten, wer sich für einen Gebrauchten entscheidet, kann unter vielen Marken, Ausstattungen und bereits vorhandenen Extras wählen. Fahrzeuge aus Tageszulassungen und vom Händler in Zahlung genommene Autos stehen zur Auswahl. Hinzu kommt ein riesiges Angebot durch Leasingrückläufe, ersetzte Mietwagen oder Vorführwagen. Dadurch hat der Interessent einen größeren Verhandlungsspielraum als beim Neuwagenkauf. Die Preise richten sich nach dem Modell, der Farbe und der Ausstattung sowie dem allgemeinen Zustand. Das Wichtigste ist die Betriebsbereitschaft und Zuverlässigkeit des Gebrauchtfahrzeugs. 

Wo sucht man sein gebrauchtes Fahrzeug am Besten?

Angebote gibt es in großer Vielzahl aus dem privaten Bereich, von Vertragshändlern und gewerblichen Gebrauchtwagenhändlern. Die besten Preise machen normalerweise die privaten Anbieter, sie lassen sich problemloser herunterhandeln. Beim Kaufvertrag mit der Bemerkung "Gekauft wie gesehen" hat der Käufer absolut keine Ansprüche bei Reklamationen, weil private Verkäufer die Gewährleistung oder Garantie ausschließen dürfen.

Bei Vertragshändlern und Autohäusern sind etliche Gebrauchtwagen Inzahlungnahmen. Demzufolge sind hier oft Schnäppchen zu schlagen, weil Vertragshändler die Autos überwiegend zu sehr guten Konditionen einkaufen.  Gewerbliche Händler sind verpflichtet, auf Gebrauchtwagen ein Jahr Garantie zu geben, es sei denn sie verkaufen das Fahrzeug im Kundenauftrag. In dem Fall entfällt die Gewährleistung. Der Gebrauchte ist bei einem Händler teurer. Die Preise unterscheiden sich zu etwa acht Prozent, dafür gibt der Händler mehr Leistung. Er haftet für Sachmängel. Laut Verband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) heißt es, jeder Händler muss grundsätzlich eine eingehende Durchsicht bei jedem Fahrzeug durchführen. Treten trotzdem innerhalb von zwei Jahren Mängel auf, tritt der Gewährleistungsanspruch in Kraft. Während der ersten sechs Monate trifft die Beweislast den Händler. Jüngere Gebrauchtfahrzeuge haben oft noch Herstellergarantien, anfallende Fehler werden kostenlos beseitigt. Dennoch sind nicht alle Reklamationen als Mangel einzuordnen. Es ist eine Überlegung wert, sich bei einem Markenhändler umzusehen. Er gewährt eine Gebrauchtwagengarantie. Das Siegel des ZDK bestätigt dem Markenhändler seine Seriosität.  

Was ist beim Kauf zu beachten? 

Es gibt verschiedene Angebotsarten. Der „Kauf per Internet" birgt ein Risiko, bei der Besichtigung sollte immer eine zweite Person dabei sei. Vor Anzahlungen vorab ist zu warnen. Bei „Bastlerfahrzeugen" versuchen gewerbliche Verkäufer sich vor der Haftung zu drücken. Auch der Begriff „Schrottfahrzeug" im Kaufvertrag ist ein bevorzugter Trick.  Ist in einem Kaufvertrag „Privatverkauf" genannt, entfällt die gesetzliche Gewährleistungspflicht. Der Bundesgerichtshof (BGH) verbietet diese Überrumplungsaktionen. Agenturgeschäfte ohne Gewährleistung „im Kundenauftrag" erachtet der BGH grundsätzlich für zulässig.  Leasingrückläufer sind wesentlich interessanter als herkömmliche Gebrauchtwagen. Sie kommen aus Verträgen mit Unternehmern als Geschäftswagen oder von Privatpersonen zurück. Der Vorteil von den zwei bis vier Jahre alten Leasingrückläufern ist die regelmäßige Wartung in Markenwerkstätten.  

Ist es ein Unfallwagen? Ein Laie erkennt dieses nur schwer, wenn Profis gearbeitet haben.  Ist der Kilometerstand manipuliert? Es ist leicht an der Abnutzung im Innenraum zu erkennen. Pedale, Schaltknauf und Sitze befinden sich beispielsweise in einem Fahrzeug mit 70.000 Kilometern im guten Zustand. Es ist besser ein anderes Auto zu wählen, wenn die Sitze durchgesessen und die Pedale stark abgenutzt sind.  

Der Fahrer sollte sich bei der Probefahrt sofort im Fahrzeug wohlfühlen, Instrumente und Schalter gut erreichen können und außerdem für Beine und Kopf genügend Platz finden. Das Auto ist Idealerweise mit kaltem Motor zu testen, um mögliche Nebengeräusche zu hören, bleibt das Radio ausgeschaltet. Nach der Rückkehr ist das Scheckheft zu verlangen, damit die Service-Intervalle eingesehen werden können. Autos mit Austauschmotor oder –Getriebe und mit Unfallschaden sind uninteressant. Zum Schluss wird der Kaufvertrag unterschrieben, bezahlt und alle Papiere sowie sämtliche Schlüssel vom Verkäufer entgegengenommen. Ist der Wagen noch angemeldet, muss er innerhalb einer Woche umgemeldet werden.

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